Großübung Bezirksbereitschaft 2

Von Freitag, den 13.05.2018 bis Sonntag, den 15.05.2018 fand erstmals eine mehrtägige Übung der Feuerwehrbereitschaft 2 der Bezirksregierung Düsseldorf statt. Die Feuerwehr Mülheim stellt innerhalb dieser Bereitschaft den 4. Zug. Daher machten sich am Freitag gegen 09:30 Uhr 22 ehrenamtliche Kameradinnen und Kameraden aus den Löschzügen Broich und Heißen auf den Weg zur Feuerwehr Oberhausen. Diese stellt den 3. Zug. Gemeinsam mit den Oberhausener Kräften ging es anschließend zum 400km entfernten Truppenübungsplatz Altengrabow nach Sachsen-Anhalt.

Dieser bietet einmalige Übungsmöglichkeiten für Feuerwehren und wurde in der Vergangenheit schon destöfteren für die Heißausbildung der Feuerwehr Mülheim genutzt.

Nach etwa 8 Stunden Fahrt erreichte man gegen 19:00 Uhr die Unterkunft und bezog die Zimmer in der Kaserne. Die Züge 1 und 2 sowie der Logistikzug, die von der Feuerwehr Essen gestellt werden, waren bereits etwas früher eingetroffen, da die Bereitschaft gesplittet auf die Fahrt geschickt wurde, um die Autobahn nicht übermäßig zu belasten.

Der Samstag stand dann ganz im zeichen der eigentlichen Übung. Das Organisationsteam hatte vier verschiedene anspruchsvolle Szenarien vorbereitet, die jeweils von den einzelnen Zügen abgearbeitet werden mussten (s. Pressebericht unten). Der Abend klang mit einem gemeinsamen Grillen aus.

nach dem Säubern der Räumlichkeiten wurde am Sonntag gegen 08:30 Uhr die heimreise angetreten. Auch dieses Mal fuhren die Züge leicht versetzt. Um ca. 15:00 Uhr erreichten die Kräfte der FF Mülheim an der Ruhr wieder die Heimat. Nach Reinigung und Bestücken der Fahrzeuge konnten dann alle Teilnehmer rechtzeitig zum WM_Finale die Heimfahrt antreten.

Pressebericht der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr:

Die Bereitschaft 2 der Bezirksregierung Düsseldorf ist Teil eines Landeskonzeptes in Nordrhein-Westfalen und kommt überörtlich bei Großschadenereignissen zum Einsatz. Sie besteht aus fünf Löschzügen der Feuerwehren Essen, Mülheim und Oberhausen (MEO). Die Großübung konnte am Samstagvormittag, nach den teils aufwendigen Vorbereitungen, pünktlich um 9.00 Uhr beginnen. Insgesamt wurden knapp 160 Feuerwehrangehörige auf den Truppenübungsplatz nach Sachsen- Anhalt verlegt. Die Übung mit den drei Feuerwehren der Bereitschaft wurde erstmalig durchgeführt und bot die Möglichkeit, gezielt für den Ernstfall zu trainieren. Insbesondere das Zusammenspiel der Einheiten aus den unterschiedlichen Ruhrgebietsstädten stand dabei im Vordergrund. Hierbei konnten Strukturen innerhalb der Bereiche Kommunikation, Führung und Logistik auf ihre Funktionalität hin überprüft werden. Für die einzelnen Löschzüge wurden daher klassische Einsatzszenarien gewählt, die beispielsweise bei der Übernahme des Grundschutzes eines Kreises zu erwarten sind, der durch die Bereitschaft unterstützt wird. Für die beteiligten Züge wurden je vier Übungsszenarien vorbereitet, bei denen teilweise unter Realbrandbedingungen Menschenrettungen in unterschiedlichen Gebäuden durchgeführt werden mussten. Nach einem heißen und fordernden Übungstag stand das Fazit fest. Die
gesteckten Ziele sind absolut erreicht worden. Die Bereitschaft 2 hat Handlungsabläufe festigen können, die im Einsatzfall entscheidend sind. Das Aufeinandertreffen war nicht nur in fachlicher, sondern auch in kameradschaftlicher Hinsicht ein voller Erfolg. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an all die Kollegen, die durch ihr organisatorisches Engagement die Übung in dieser Form ermöglicht haben.

Text: J. Brandenburg (Feuerwehr Oberhausen)